Das Fernsehprogramm wird immer schlechter. Doch daran lässt sich etwas ändern: Mit einer Vielzahl …
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Kostenlos fernsehen5 Minuten Bildvergrößerung Der neue Standard: DVB-T2 High Definition. U-Bahn-Poster, Werbung im Internet, Laufband im Programm: Die TV-Branche - Broadcaster und Equipment-Hersteller - wirbt seit einigen Tagen mit hohem Preis. Dadurch werden mehr Programme als bisher und auch in höherer Qualität zu den Empfängern gebracht.
Letztendlich bringt die Einführung aber auch ein großes Wagnis mit sich: Das private Fernsehen schwindet tatsächlich hinter einer Zahlungsbarriere. Die TV-Branche bewirbt seit einigen Tagen mit hohem Kostenaufwand das neue terrestrische Fernsehen DVB-T2-HD. Aber wer privat fernsehen will, muss in Zukunft ein Oben-ohne-Lösung. "Die Gefahr ist unbekannt", sagte Veit Olischläger, Chef des DVB-T2 Projektbüros, gegenüber dem ZAPP.
Um das terrestrische Fernsehen auch im Digitalzeitalter mit genügend Ventilatoren für den Einsatz zu versorgen, sind neben ARD und ZDF auch private Sender unverzichtbar.
"Olischläger: Die Vorstellung von DVB-T zeigt uns das", sagt Olischläger. "Wo immer beide Systemteile beteiligt sind, geht es." Warum kommt DVB-T2-HD? Antennen-Fernsehen macht also Raum für mobiles Radio - und zwar auf politischem Wege. Damit können mehr Sender übertragen werden - auch in HD-Qualität.
Für die Distribution der Sender zahlt die ARD rund 100 Mio. EUR pro Jahr. Private Rundfunkveranstalter müssen die Kosten der Ausstrahlung aufbringen. Zwar machen sie durch die Umschaltung nicht mehr Gewinn mit Anzeigen, aber die Verteilung ihrer Sender wird teurer: RTL und Co. werden in mehr Gegenden als bisher gesendet. Private Sender wollen aber nicht mehr, sondern noch weniger bezahlen.
"Auf den Privatsendern stand eindeutig:'Wir spielen nicht, wenn wir uns nicht an unsere Spielregeln halten'. Dies ist natürlich eine Sucht, ein Gleichgewicht der Kräfte", sagte der Fachjournalist Nico Jurran der ZAPP. Im Gegensatz zu Kabeln etz, Satelliten und IP-TV haben die Fernsehzuschauer beim terrestrischen Fernsehen jedoch nicht die Option, private Sender in geringerer Auflösung zu empfangen, wenn sie jährlich 69 EUR beim Zugriff auf die HD-Kanäle der privaten Sender über die Freenet-TV-Plattform erspart werden: Sie haben die Wahl:
Image vergrössern Für den Technikjournalisten Nico Jurran will die Industrie prüfen, ob sich die Öffentlichkeit beteiligen wird. DVB-T2 ist für den Fachjournalisten Jurran letztendlich ein großer Versuchsballon für die TV-Branche. "Wechsle zu einer anderen Art des Empfangs und wie viele von ihnen sind endlich fertig - wenn du sie ein wenig mit ein paar kostenlosen Empfangsmonaten fütterst - um zu sagen: Oh, kommt schon, ich bezahle diese 70 ? im Jahr?
'" Auch die Leiterin des Projektbüros DVB-T2 HD ist mit dieser Situation nicht wirklich zufrieden, betrachtet aber "ein Defizit bei der Frequenzausstattung": Das neue Spektrum erlaubt keinen parallelen Betrieb von guter und minderwertiger Übertragungsqualität wie bei Kabeln, Satelliten und IP-TV. Aus diesem Grund haben sie sich "für das heutige Angebot - mit der Technikgebühr für Privatsender" entschlossen.
Sowohl die Media Broadcast, die über ihre Masten private Kanäle vertreibt, als auch die großen Privatsender wollten keine ZAPP-Interviews zur DVB-T2 HD-Einführung führen. Auch über die Abonnements privater Programme hinaus ist sich der Anbieter sicher: "Die große Mehrheit der DVB-T-Nutzer wird heute auch DVB-T2-Festplatten verwenden; außerdem wird es Kundinnen und Kunden gibt, die auf terrestrischen Empfang von anderen Kanälen umsteigen.