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Die deutschen Serien werden in den USA immer populärer. Vor einigen Wochen hat die " New York Times " die TV-Landschaft in Deutschland wie folgt beschrieben: "Fokus auf politische Talk-Shows, Polizeidramme für Normalbürger und Fernsehfilme zweiter Klasse". Auch wenn Dänemark, Frankreich und Norwegen für ihre Verdienste um die neue goldene Periode des Lichts gepriesen werden, gab es nur "weniger ambitionierte Fiktionsserien" aus Deutschland.

Im Jahr 2015 hat die Baureihe "Deutschland 83", wenn Sie so wollen, den Taster umgedreht. Für die deutsch-deutschen Agentenserien blieb den deutschen Zuschauern wenig Zeit, aber im internationalen Vergleich wurde die RTL-Produktion mit einem Internationalen Emmy ausgezeichnet und in mehr als 110 Ländern vertrieben. Sie habe die "Schleusentore für eine Renaissance des deutschen Fernsehens" eröffnet, schreibt der Brite "Guardian".

Mit der Reihe über die jugendliche, ambitionierte Bankierin Jana Liekam wurde in diesem Jahr erstmals auf dem New Yorker Kinofestival "Kino!" gezeigt - und gleich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Dark ", die erste deutschsprachige Inszenierung für Netflix, war auch in den USA ein Gesprächsthema. Der von ARD und Sky herausgegebene Geschichtsthriller "Babylon Berlin" sowie die Mini-Serien "Our Mothers, Our Fathers" und "Ku'damm 56" haben sich auch auf der anderen Seite des Atlantik einen Namen gemacht.

"Dark " basiert auf einer US-Serie, das gleiche gilt für "Bad Banks". Ihr Direktor "Christian Schwochow hat eine sehr zeitgemässe und sehr zeitgenössische Formensprache aufgesucht und entdeckt, die in meinen Ohren mit denen der US-Serien konkurrieren kann. "Laut Nina Grosse, der Autorin und Leiterin der ZDF-Reihe "Die Protokollantin", wären die ersten deutschen Fernsehproduzenten gewesen, die mit den Füßen getreten wären.

"Zu Beginn, als die großen Serien wie "Breaking Bad", "Mad Men", "House of Cards" auftauchten, waren alle hier in Deutschland so enthusiastisch. Hauptgrund dafür waren die "undenkbaren" zweideutigen oder teuflischen Hauptdarsteller für Deutschland, so Grosse, ein bedeutender Teil einer gelungenen Reihe. Aber dank Serien wie "Babylon Berlin" und "Bad Banks" hat ein Umdenken eingesetzt.

Eine neue deutschsprachige Reihe mit Hitpotenzial ist bereits in Arbeit: "Charité", eine ARD-Reihe über die Hauptstadt, die sich vom Pestgebäude zu einem Weltklasse-Krankenhaus entwickelt hat. Doch der klassische Kriminalroman, sei es "Tatort" oder "Alarm für Cobra 11", will den deutschen Radiosendern immer noch nicht den Rücken kehren. Nach und nach scheint sich der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent jedoch für neues Material zu erschließen, bei dem es nicht nur um die Naziherrschaft, die Zeit nach dem Krieg oder die Spaltung Deutschlands gehen muss.

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