Viele TV-Angebote gibt es seit langer Zeit am selben Sendeplatz. Die Tagesschau der ARD beginnt um …
Vergleich Netflix Amazon
Netflix Amazon vergleichenNetflix, der Ã?lteste Streaming-Provider, war lange Zeit der einzige Top-Hund auf dem Weltmarkt. Netflix hat jedoch immer noch die Oberhand, aber Amazon ist bereits seit einiger Zeit mit Amazon-Video Netflix im Einsatz.
Walt Disney hat vor kurzer Zeit die Zusammenarbeit mit Netflix eingestellt und wird Ende 2019 einen eigenen Streaming-Service einführen. Nach Angaben des Unternehmens soll dies keine unmittelbare Konkurrenzsituation zu Netflix sein, aber ein anderer Riese tritt in den Handel ein. Aber nicht nur aus Amerika ist der Wettbewerb bedroht, auch die chinesischen Zulieferer treten zunehmend in den Handel ein.
Die chinesischen Firmen profitierten von der Internetzensur der amerikanischen Streaming-Dienstleister in China. So können sie ohne externen Wettbewerb in ihrem profitablen Heimmarkt kräftige Positionen einnehmen. Aber auch im übrigen Asien können die chinesischen Firmen aufgrund ihrer räumlichen und sogar kulturbedingten räumlichen Distanz rascher als die westlichen Firmen Fuss fassen und so ihre Position der Macht weiter ausweiten.
Die Geschäftsmodelle der einzelnen Streaming-Anbieter weichen zur Zeit noch ab. Die Netflix GmbH stützt sich ausschliesslich auf das Flatrate Zahlungsmodell und offeriert diverse Monatsabonnements. Die Netflix überzeugt vor allem durch eine große Anzahl von Baureihen, sowohl von Dritten als auch von Selbstproduktionen. Vor allem die von Netflix hergestellten Reihen wie "House of Cards" oder "Stranger Things" sind sehr populär und machen Netflix zum Vorreiter.
In der Filmbranche ist Netflix jedoch im Vergleich zu seinem aktuell grössten Wettbewerber Amazon im Nachteil. Amazons Geschäftsbereich Premium Videos basiert auf einem dualen Bezahlmodell. Sie können auf Amazon Premium Videocontent in den Formaten 4K oder 5,75 EUR oder 7,99 EUR pro Kalendermonat mit einem Amazon Premium Jahres- oder Monatsabonnement zurückgreifen.
Mehr als 13000 multimediale Inhalte stehen im Programm, wovon Amazon vor allem durch die große Zahl an Spielfilmen besticht. Das kann zwar zusätzliche Kosten verursachen, aber Amazon bietet einen raschen und unkomplizierten Einstieg in die breiteste Palette an Multimedia-Inhalten, die von jedem Streaming-Anbieter angeboten werden. Früher Einstieg in neue Releases und Blockbuster und exklusive Rechte an populären Sendungen wie " Fear the Walking Dead " unterscheiden Amazon von der Mitbewerberin.
Gegenwärtig können Sie für $5 pro Woche auf eine breite Palette von Sportarten zurückgreifen. Disney will, wie Vize-Präsident Kevin Feig ankündigte, nicht direkt mit Netflix konkurrieren, sondern bleibt seiner aktuellen Klientel die Treue halten. Zurzeit hat Netflix noch die exklusiven Rechte an diesen Blöcken, aber mit dem Launch von Disneys Streaming-Service erlöschen sie.
Dadurch wird das ohnehin schon niedrige Angebot von Netflix weiter reduziert. Disney erhielt in der vergangenen Handelswoche auch den Auftrag zur Akquisition von 21st Century Fox, wodurch sein exklusives Rechteportfolio signifikant erweitert wurde. Disney will seine Angebote auch zu wesentlich niedrigeren Pauschalpreisen als Netflix anbieten. Sie können bei Apple zur Zeit nur auf Videos und Reihen zurückgreifen, indem Sie einzelne Artikel im Festpreismodell erwerben.
Viele Multimedia-Inhalte stellt der in China ansässige Streaming-Anbieter Ibiza zur Zeit noch kostenfrei zur Verfügung. Auch Netflix hat die gute Stellung von QiYi in China anerkannt und eine Zusammenarbeit mit dem spanischen Streaming-Anbieter begonnen. Mit dem Verkauf der Netflix-Serie in China will Netflix von der für das amerikanisch geprägte Marktpräsenz des Chinesen und von der Popularität dieser eigenen Produktionen partizipieren.
Die Erfolge der Streaming-Branche spiegeln sich auch in den Kursen der Börsen. Im Vergleich zum Benchmark, dem S&P 500, schneiden alle Firmen deutlich besser ab als der Markt. Allerdings sind einige der Unternehmensbewertungen sehr positiv. Netflix und Amazon zeichnen sich insbesondere durch ein gutes KGV aus, das nach herkömmlichen Bewertungsstandards kaum zu vertreten ist.
Angesichts der in der vergangenen Handelswoche veröffentlichten Durchschnittswerte von Netflix für das zweite Halbjahr 2018 und der zunehmenden Konkurrenzsituation durch neue Anbieter wie iQiYi könnte diese Bewertung jedoch zu positiv sein. Alle Streaming-Dienstleister setzen zunehmend auf die Eigenproduktion. Mit hochwertigen eigenen Produkten soll die Überlegenheit der Firmen gestärkt und der Gewinn gesteigert werden, da die Lizenzkosten für Fremdproduktionen immer kostspieliger werden.
Nach zwei Monaten, nachdem Disney seine Streaming-Pläne bekannt gegeben hat, hat Netflix bekannt gegeben, dass es 50 Prozent des Netflix-Filmangebots mit eigenen Produktionen zur Verfügung stellen wird. Die Gruppe wird im Jahr 2018 rund USD 8 Milliarden in den Programmausbau stecken, davon rund 25 Prozent in Eigenproduktion. Amazon fertigt auch eigene Reihen, aber diese können noch nicht mit der Popularität von Netflix' eigenen Produktionen mitgehen.
Das könnte sich jedoch bald verändern, da Amazon an einem gezielten Ausbau der eigenen Produktionen arbeiten und sich verstärkt auf Grossproduktionen in der Grössenordnung von 50 Mio. USD konzentrieren wird. So ist für 2020 eine Serienanpassung von "Herr der Ringe" vorgesehen, bei der Amazon allein für die Rechte bereits rund 200-250 Millionen US-Dollar bezahlt haben soll.
Bis heute hat Amazon Nischenserien in der Grössenordnung von rund 5 Mio. USD hergestellt. Der neue Riese hat mit Apple seine Absicht bekannt gegeben, mehr in eigene Produktionen zu stecken und sich damit den Eintritt in die Streaming-Branche zu sichern. Für eigene Produktionen hat Apple im Jahr 2018 mehr als eine Milliarde US-Dollar budgetiert.
Zunehmend vertrauen auch die chinesischen Firmen auf eigene Produktionen und gaben dafür im vergangenen Jahr rund 5 Milliarden US-Dollar aus. Die eigenen Produktionen genießen eine hohe Popularität im Heimmarkt China. Der Aufwand der Streaming-Anbieter steigt weiter, aber das Ertragswachstum ist rückläufig. Dies spiegelt sich bereits in den Netflix-Quartalsdaten wider, die letzte Handelswoche für das zweite Vierteljahr 2018 vorlagen.
Netflix konnte trotz Rekordaufwendungen im Bereich des Marketings das avisierte Neukundenwachstum nicht erreichen. Die Netflix verzeichnete weiterhin ein kräftiges Umsatzplus, doch aufgrund des Geschäftsmodells von Netflix spiegeln sich die Auswirkungen von Änderungen in der Anzahl der neuen Kunden auf den Geschäftserfolg erst nach einem Jahr wieder. Netflix' Umsatzzuwachs könnte daher in den kommenden Monaten erheblich nachlassen.
Damit könnte die Machtstellung der chinesischen Firmen weiter gestärkt werden, aber auch Netflix könnte von der Zusammenarbeit mit der Firma iQiYi profitieren. Schlussfolgerung: Immer mehr Firmen interessieren sich für die schnell wachsende Streaming-Branche. Die traditionsreichen US-Firmen wie Netflix und Amazon stehen nicht nur im Wettbewerb aus den eigenen Reihen, auch die chinesischen Firmen erlangen zunehmend größere Durchschlagskraft.
Der Aufwand zum Erhalt oder Ausbau der führenden Position wird immer größer, während das Wachstum der Umsätze in der Industrie in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen dürfte. Daher könnte sich die recht gute Einschätzung einiger Firmen der Streamingbranche, wie Netflix oder Amazon, als zu positiv erweisen. Es ist zu berücksichtigen, dass das Streaming-Geschäft nicht das Hauptgeschäft von Amazon ist und der Konzernumsatz daher nicht von dieser Industrie abhängig ist.
Dagegen könnte Netflix in den kommenden Jahren zunehmend unter zunehmenden Preisdruck kommen, um die hohe Kursentwicklung zu untermauern. Zum einen hat das Unter-nehmen weiterhin Potential für ein kräftiges Absatzwachstum, da das außerhalb der USA weiterhin mit einem starken Neukundenwachstum glänzt und dank einer Zusammenarbeit mit iQiYi auch vom Marktwachstum in China profitieren kann.
Auf der anderen Seite könnte das gleichzeitig starke Wachstum der Aufwendungen für die Programmerweiterung und für die Vermarktung das Wachstum dämpfen. Es wird daher erwartet, dass Netflix ein starkes Unternehmen mit einem hohen Umsatzzuwachs bleibt.