Viele TV-Angebote gibt es seit langer Zeit am selben Sendeplatz. Die Tagesschau der ARD beginnt um …
Online Filme Deutschland
On-line-Filme DeutschlandEtwa vier Mio. Bundesbürger haben 2012 ihre Filme in digitalisierter Fassung ausgeliehen oder gekauft, so eine Untersuchung des Bundesverbandes Audiovisueller Medien. 2008 waren es noch mehr.
Bitkom rechnet für 2014 mit einem Anstieg des Online-Filmumsatzes um 20 Prozent auf 134 Millionen EUR. Das Wachstum bei den Online-Filmen ist zum Teil auf den Breitbandausbau zurückzuführen. Gerade in den Großstädten können Filme schnell und in bester Bildqualität abgerufen werden. Zusätzlich zu Apples iTunes Store oder Amazon's Premium Instant Videoportal können Online-Videotheken wie z. B. Maximdome für den individuellen Zugang oder das Abonnement bezahlen.
Eine Online-Nutzung gab es zum Entstehungszeitpunkt der Filme noch nicht. Wenn Sie hauptsächlich nach deutschen Filmen suchen, finden Sie sie auf dem Alleskino-Portal, das 2013 gestartet wurde. Von den Film- und TV-Produzenten Hans W. Geißendörfer und Joachim von Vietinghoff ins Leben gerufen, hat sich das Unternehmen das ambitionierte Bestreben gestellt, alle in Deutschland für das Filmgeschäft produzierten Spiel- und Dokumentationsfilme in seinen Online-Katalog aufzuführen.
Dazu gehören auch die Vorkriegswerke, die hauptsächlich von der Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung verwaltet werden, sowie die Produktionen der DDR der DEFA. Es ist ein Programm von bis zu zwölftausend Exemplaren vorgesehen, von Nosferatu bis hin zu der nationalen Videothek im Internet in Deutschland. Gegenwärtig bietet Allekino 600 Filme gegen Gebühr an, "fünf bis zehn zusätzliche Filme pro Woche", sagt Vietinghoff.
"Nach wie vor ist die Online-Auswertung in der Zweitverwertungskette", sagt Jens Steinbrenner, Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Produktion - Kino & TV. Zum Beispiel der franz??sische Kinofilm Home von Luc Besson und Yann Arthus-Bertrand, der 10 Mio. Hits auf YouTube aufzeichnete. Die Youtube ist eine wichtige Anlaufstelle für Hersteller von sogenannten Originalinhalten.
Realyz. tv verbreitet die Arbeiten von unabhängigen Filmemachern. Realyz. tv (Screenshot) Neben den großen Anbietern gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Nischenplattformen, die Arbeiten von unabhängigen Filmemachern verkaufen. Seit 2009 hat die Berlinerinitiative realisiert: rund 2.300 Autoren-, Avantgarde- und Festivalfilme, viele davon als Online-Premieren.
Eine weitere interessante Handelsplattform ist Onlinefilm.org - eine gemeinsame AG von 120 Filmemachern, die ihre Arbeiten selbst einstellen und den Gesamtpreis festsetzen können. Die mit 30 Kinofilmen begonnene Veranstaltung, die in Europa wie Griechenland, Irland und Lettland vertreten ist, umfasst heute rund 3000 Filme.
Die Gewinnausschüttung wird aufgeteilt, wobei 51% des Gewinns beim Berechtigten bleiben. Laut Online-Filmgründer C. Cay Wesnigk hat zum Beispiel der Film Die Mondverschwörung von Thomas Frickel einen Erlös von rund 20.000 EUR erwirtschaftet. Die Frage, wie die Autoren von Kinofilmen vom Online-Vertrieb wirtschaftlich leben können, ist auch für den Produzentenverband und den BVR von zentraler Bedeutung.
In Deutschland ist es üblich, dass Hersteller die Rechte zur Nutzung auf den mitfinanzierenden Sender übertragen. Demgegenüber erteilen die Hersteller in den USA in der Regel selbst Nutzungslizenzen. Der BVR beschwert sich in einer Erklärung zum Weißbuch der EU zur Verbreitung audiovisueller Werke in der EU 2011, dass auch Direktoren und Autoren nicht an der Digitalverwertung teilnehmen werden Mittlerweile nimmt die Nachfrage nach VoD dort rapide zu, wo Breitbandnetzwerke ausgeweitet werden: in Polen im Jahr 2012 um über 40 und in Norwegen um über 70 Prozent.
Aber nicht für den Kinofilm, sondern für das Heimkino: Die Zeit drängt.