Viele TV-Angebote gibt es seit langer Zeit am selben Sendeplatz. Die Tagesschau der ARD beginnt um …
Videothek Freiburg
Mediathek FreiburgDer technische Fortschritt hat die Industrie beeinflusst überrollt. "Der Gedanke für die Videothek kam von meinem Bruder", erzählt Brengartner. Die Videobibliotheken wurden in den 80er Jahren in Freiburg wie die Champignons aus dem Erdboden gestampft, beinahe ebenso wie Handyläden und Dönerbuden. "Der Antrag wurde dann in der ganzen Famile diskutiert â" und am Ende die Mama, Ingeborg Brengartner, dann die Bekehrung übernommen.
"Gerade habe ich die Schulzeit beendet und bin als 17-Jähriger beigetreten", erzählt der inzwischen 51-jährige. "Wir haben in einer Tiefgarage in der WildtalstraÃe angefangen", so Brengartner weiter, "am Beginn war der Andrang riesengroÃ?. "Die Hektik wurde den Anwohnern bald zu groß, so dass 1988 die "Videothek" nach Zähringer â" Hausnummer 382 umgesiedelt wurde. Anfang 1994 folgte der zweite Umzug an den heutigen Standort, direkt gegenüber, Zähringer Strasse 373. "Am Anfang waren die Leute ganz heiß auf Videofilme", erinnert sich Brengartner.
"Manche Kundinnen und Kunden hätten trugen damals praktisch hätten Kassetten aus dem Shop. "Ab und zu nannten wir sie "Videobänder", sagt der Leiter des Verleihs. "Bei einer großen Sammlung zu Haus waren Sie in jenen Jahren der König", sagt Brengartner. Die Unternehmerin hat alle Höhen und Tiefen der Industrie und die unterschiedlichen technologischen Entwicklungen seit den Anfängen des Video-Zeitalters durchlebt.
"Am Anfang hatten wir alle drei Formate im Shop â" VHS, Betamax und Video 2000," erzählt Brengartner. Am Anfang kostete ein Videoband etwa 300 Mark. "Die neue Technologie sorgte dann bei für für einen weiteren kleinen Boom", erklärt Brengartner. Der eigentliche Todesstoß für Die Industrie hingegen erkennt den Videoladenbetreiber in Online-Videoportalen.
"Auf dem Sofa sitzt man und denkt, man schaut sich jetzt gern einen Spielfilm an würden â" und dann genügt ein einziger Mausklick oder Tastenanschlag, um loszulegen", sagt Brengartner. Ein Spaziergang zur Videothek mit ihren beschränkten Öffnungszeiten ist für die meisten Menschen zu viel. "Inzwischen hat sich das Netzwerk auch hier als Provider etabliert", sagt Brengartner.
Bei einer Hochzeit gab es einmal mehr als 15 Videoläden in Freiburg. Der Manhattan Media Store auf der Haid (September 2015) und "Videorent" in Stühlinger (Juli 2016) geschlossen. Für Brengartner selbst, der mit zwei Kindern und einer Ehefrau lebt, steht vor einem beruflichen Wechsel. "Ich kann mich bedauerlicherweise nicht zur Privatisierung entschließen â" Ich muss einen neuen Arbeitsplatz finden.
Das Ursprünge der Videotechnologie im Haus ist 1971, als Philips und Grundig ihr Videorekorder-System auf den Markt einführten. Zu dieser Zeit kämpften die Anlagen VHS (Hersteller JVC), Betamax (Sony) und der Videorecordernachfolger Videokonferenz 2000 (Philips und Grundig) für die Verbraucherakzeptanz. Im Jahr 1996 wurden die ersten für -DVDs in Silber auf den Markt gebracht â" zu einem Preis von zunächst 10.000 D-Mark.
Video-Portale haben seit 2005 immer mehr Benutzer im Netz gefunden.