Nach und nach ersetzt Fernsehen online den konventionellen Fernseher zu Hause. Streamingdienste wie …
Video on Demand Deutschland
Demo-Video DeutschlandAmazon Premium Video in diesem Land ist Marktführer mit einem Anteil von 30,4 %, vor Netflix mit 21,4 %.
Die landesweiten Sky Go und Sky Ticketing-Aktionen sind mit insgesamt 15,3 und 8,6 Prozentpunkten weniger Erfolg versprechend. Die vorliegenden Kennzahlen der Analyse-Plattform VoD-Ratings der Beratungs- und Forschergruppe Goldmedia zeigen den Anteil an Menschen in Deutschland, die Zugang zu diesen Video-Plattformen haben, im Maß "breitester Nutzerkreis".
Video-on-Demand-Markt in Deutschland wächst weiter Die Angaben aus den VoD-Ratings belegen eindrücklich, dass so genannte Originale ein wichtiger Markttreiber sind. Originale sind Inszenierungen, die entweder vom VoD-Anbieter selbst erstellt wurden oder für die der VoD-Anbieter die ausschließlichen Nutzungsrechte an der Website des VoD-Anbieters besitzt. Bei Netflix haben sich im dritten Vierteljahr bereits vier Originale unter den Top 10 der besucherstärksten Titeln etabliert: "Orange is the New Black" (zweiter Platz), "House of Cards" (vierter Platz), "Tote Mädchen Mädchen: Mädchen nicht" (Originaltitel: 13 Reasons Why, Fünfter Platz) und "Narcos" (zehnter Platz).
Das Amazon Premium Video hält mit "Lucifer" (Platz 1), "Preacher" (Platz 6) und "Kevin Can Wait" (Platz acht ) hat sich in die Top-Ten gekämpft. Der erfolgreichste Hersteller im Bereich Pay-VoD in Deutschland ist Warner Bros. mit einem Marktanteil von 5,1 Prozentpunkten, vor 20th Century Fox mit 2,2 Prozenten.
In der vierteljÃ?hrlichen Analyse âPay-VoD Quarterly Q4 2017â und in der fortlaufenden Analyse VoD Ratings wird von Gold Media publiziert, wie die beiden deutschsprachigen Medien âBabylon Berlinâ gegen Sky und âDarkâ auf Netflix funktionieren werden.
Video on Demand vermischt den Film-Markt
Trotz Netflix und Amazon haben die Kinos bei den Germanen sowieso nichts von ihrer Popularität verloren. Doch was für das Filmgeschäft zutrifft, kann nicht auf den Gesamtmarkt für Film und Serie übertragbar sein. Video on Demand wird in Deutschland immer beliebter. In jüngster Zeit konnten die Provider ihre Erträge kräftig ausweiten. Steigende Anforderungen setzen andere Folienträger immer stärker unter Druck: Der Absatz von DVDs ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen.
Video-on-Demand hingegen ist für das Kino weniger problematisch, weil es den ausschlaggebenden Vorzug hat. Die Benutzer zahlten eine Monatsgebühr und durften eine unbeschränkte Anzahl von DVDs mitnehmen. Netflix hat dank der verbesserten technischen Voraussetzungen sein amerikanisches Produktangebot 2007 auf das so genannte Video-on-Demand (VoD) erweitert. Jeder Benutzer kann jederzeit im Internet auf Film oder Serie zugreifen.
Weil Netflix-Kunden Netflix abonnieren und jeder Teilnehmer unbegrenzte Anzahl von Videos und Reihen anschauen kann, wird dies als Abo-Video-on-Demand bezeichnet. Video-on-Demand beinhaltet auch gebührenpflichtige Einzel-Downloads von Spielfilmen sowie Einzel-Downloads. Der Umsatz mit diesen Filmformaten ist in den letzten Jahren rapide angestiegen (Grafik): Mit individuellen Downloads und individuellen Abrufen von Spielfilmen wurden 2008 in Deutschland nur 8Mio. eingenommen.
In 2016 waren es bereits 220 Mio. EUR. Erst mit dem Markteinstieg von Netflix und der Markteinführung von Amazon Prime im Jahr 2014 wurden die Erlöse aus dem Abonnement in Deutschland relevanter. Bereits ein Jahr später hat dieses GeschÃ?ftsmodell 228 Mio. EUR in die Kasse der Lieferanten gesteckt - das war sofort ein höherer Umsatzvolumen als bei der Abwicklung einzelner Abrufe und Downloads.
Auch 2016 stieg die Zeichnungsumsatzkurve weiter stark an. Zum Ende des Jahres erzielten die Provider einen Umsatz von 326 Mio. EUR. Der steigende Bedarf an Video-on-Demand reduziert den Absatz im DVD-Markt. Der Umsatz der in Deutschland ansässigen Filmtheater bleibt vom Online-Wettbewerb unbeeinflusst. Nach Angaben der Zeitschrift "WirtschaftsWoche" und des Beratungsunternehmens Goldmedia ist der deutsche Marktleader im Segment Video-on-Demand per Abonnement in diesem Jahr Amazon mit einem geschätzten Anteil von 40 Prozent.
An zweiter Stelle steht Netflix mit rund fünf Mio. Teilnehmern (29 Prozent). Die Tatsache, dass die marktführende Stellung des Schifffahrtsriesen Amazon nicht ganz so klar ist, verdankt er seinem Abo-Modell: Amazon Premium Video ist Teil der Amazon Premium-Mitgliedschaft. Viele unserer Kundinnen und Kunden schliessen diese in erster Linie ab, um alle bei Amazon erworbenen Produkte frachtfrei zu beziehen.
Deshalb steht hier wohl nicht bei jedem Teilnehmer das Ansehen von Film und Serie im Mittelpunkt. Der steigende Bedarf an Video-on-Demand setzt andere Tonträger immer stärker unter Druck: Der Absatz von DVDs und Blu-ray Discs geht zurück. Besonders ausgeprägt ist die Konkurrenzsituation im DVD-Markt: In Deutschland lag der DVD-Umsatz 2008 bei rund 1,5 Mrd. EUR, im Jahr 2016 bei weniger als 800 Mio. EUR.
Doch die DVD ist der Blu-ray Disc, deren Umsatz in letzter Zeit nur 433 Mio. EUR betrug, noch weit voraus. Seit etwa 1900 in Deutschland verankert, genießt das gemeinsame Drehvergnügen mit Speiseeis und Mais bis heute große Popularität. Obwohl die Anzahl der Spielfilme zwischen 2008 und 2014 um 163 auf 1.630 zurückgegangen ist, ist die Tendenz inzwischen wieder leicht steigend.
Darüber hinaus konnten die Veranstalter der im Handel verbliebenen Filmschlösser ihren Umsatz in den letzten Jahren signifikant erhöhen (Grafik): Im Jahr 2016 erzielten die in Deutschland ansässigen Kinos einen Gesamtumsatz von mehr als einer Mrd. EUR - das waren knapp 30 Prozent mehr als in 2008. Dies ist neben den Werbeerlösen vor allem auf die steigenden Ticketpreise zurück zu führen.
Während ein Besuch im Jahr 2008 im Durchschnitt 6,14 EUR gekostet hat, waren es bis 2016 bereits 8,45 EUR. Die guten Jahre 2009 mit rund 146 Mio. und 2015 mit rund 139 Mio. Zuschauern haben zu einer Umsatzsteigerung geführt. Insbesondere aus den USA locken auch in Deutschland Kinofans an. Bei den Kinos hat Video-on- Demand dagegen weniger Einfluss, weil sie den ausschlaggebenden Vorzug haben.
So auch im achten Teil der "Star Wars"-Saga, die den Filmbetreibern zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sicherlich wieder reiche Umsätze einbringen wird.